Bürgerinitiative Sevenicher Auenschutz

Aktualisiert am 7. August 2022

Das Sevenicher Tal bei Münstermaifeld braucht unseren Schutz, da es vielfältigen Bedrohungen ausgesetzt ist. 
Der Erhalt von Feuchtwiesen & Auen in diesem Landschaftsschutzgebiet geht uns alle an. Uns Bürger und auch die Menschen, die unsere Region im Urlaub besuchen, sich an der Natur freuen und sich erholen möchten. Feuchtgebiete sind sehr effektive Wasserspeicher die helfen, Überschwemmungen und Flutkatastrophen zu verhindern. Sie können pro Hektar bis zu 3.8 Millionen Liter Flutwasser aufnehmen, schreibt die Liechtensteinische Gesellschaft für Umweltschutz: https://lgu.li/artikel/untrennbar-verbunden-wasser-feuchtgebiete-und-leben. Feuchtwiesen als natürliches Wasser Rückhaltebecken sind deshalb lebenswichtig für Mensch & Tier. Die tiefer liegenden Regionen an der Mosel sind bei Starkregenereignissen, wie es sie mit großer Wahrscheinlichkeit zukünftig häufiger geben wird, in höchstem Maße bedroht. Wir sehen unsere Arbeit für das Sevenicher Artenparadies als Musterbeispiel für einen Bewusstseinswandel in Richtung nachhaltiger Lebensweise. Für dieses Ziel haben wir diese Bürgerinitiative gegründet. 
Aktuell möchten wir ein geplantes Baugebiet inmitten dieser Auenlandschaft verhindern. 

Die Artenerhebung in den Sevenicher Auen wurde als Modellprojekt der UN-Dekade für Biologische Vielfalt ausgezeichnet. 

Artenreiches Grünland, und Auengebiete sind wertvoll und müssen vor Bebauung geschützt werden. 

Die historische Ottilienquelle ist durch Fäkalkeime sowie durch Verrohrung gestört.

Pilliger- und Wallerbach 
sind durch fehlende Gewässerrandstreifen, hohe Konzentrationen von Düngemitteln und durch Fäkalien bedroht. 

Was wir tun

 Die Zeit ist reif, um als Bürger aktiv zu werden. 
Fakten sammeln und informieren ist das was uns auszeichnet.
Einmischen. Mitreden. Kante zeigen. 
Wer uns unterstützen oder mitmachen möchte, bitte melden:
Kontakt

Die Sevenicher Feuchtwiesen weisen nach Aussage von Umwelt-Staatssekretär Dr. Griese einen Schutzcharakter nach §30 BNatschG auf. Ein offizieller Schutzantrag wurde eingereicht.

Die Sevenicher Auen dürfen nicht bebaut werden! Bei Starkregen schützen sie durch ihren wertvollen Retentionsraum vor Hochwasser. Gleichzeitig bieten sie vielen Arten einen wichtigen Lebensraum.

Um Hochwasserschäden im Sevenicher Tal zu vermeiden, ist es geboten, die Auen als Über-schwemmungsgebiet auszuweisen. Der BUND hat dies am 13.02.22 bei der Kreisverwaltung beantragt, aber bis heute keine Antwort erhalten.

Durch Messungen haben wir fischgiftige Einleitungen in den Pilligerbach festgestellt. Seit Jahrzehnten ist die Ottilienquelle teilweise verrohrt. Das Quellgebiet ist durch den Abfluss unnatürlich trocken gelegt. Das hat negative Auswirkungen für Fauna & Flora.

Durch Bürgertreffen, Pressebeiträge, Social Media, TV-Beiträge und diesem Internetauftritt möchten wir auf die Bedrohungslage für die Sevenicher Auen hinweisen. Wir stehen dazu im kontinuierlichen Austausch mit Biologen, Gewässerexperten, Ornithologen, dem NABU und dem BUND.

Aktuelle Neuigkeiten und wichtige Termine rund um das Thema Sevenicher Auenschutz auf unserer Seite Termine & NEWS.
Hingehen! Informieren! Mitreden!

Was wir uns wünschen

An alle Entscheidungsträger!

Wir wünschen uns eine mutige und aktive Kreisverwaltung MYK!

Niemand mehr darf sagen können: 'Die tun ja nichts'. Personalmangel und Vollzugsdefizite erfordern ein Umdenken: SOFORT!

Wir wünschen uns eine innovative Verbandgemeinde Maifeld!

Eine Verbandsgemeinde, die aufgrund valider Erkenntnisse und gesundem Menschenverstand Steuerfunktion übernimmt und eine Änderung des Flächennutzungsplanes in der Auenlandschaft von Sevenich ablehnt.

Wir wünschen uns eine kooperative SGD Nord!

Wir möchten mit unseren Fakten ernst genommen werden. Wir möchten Antworten auf unsere Fragen. Wir möchten nicht warten gelassen werden.

Wir wünschen uns einen modernen & jung denkenden Stadtrat Münstermaifeld!

Einen Stadtrat, der aufgeschlossen ist für neue Erkenntnisse der Zeit. Einen Stadtrat, der Naturschutz, Klimaschutz und Hochwasserschutz als oberste Priorität behandelt. 

Warum Deine Unterschrift wichtig ist:

Am 14. Juli jährt sich die schreckliche Ahrtalkatastrophe . . .

. . . deren Bilder wir alle noch vor Augen haben. Eine ungeahnte Flutwelle wälzte sich nach Starkregen das Ahrtal hinab und riss alles mit sich. Dabei kamen mindestens 133 Menschen ums Leben. Seitdem ist nichts mehr wie es einmal war. Es ging ein Ruck des Aufwachens durch die Bevölkerung, die Behörden und die Politik. Überall wird mit Hochdruck an Hochwasserkonzepten gearbeitet, um für die häufiger werdenden Starkregenereignisse mit Überschwemmungen durch den Klimawandel gerüstet zu sein.

In einem Positionspapier mit dem Titel Schutz vor Hochwasser – Extremwetterereignissen wirksam begegnen, (PDF im Link) schreibt der Deutsche Städte- und Gemeindebund am 16.3.2022:
‘Städte und Gemeinden müssen sich immer häufiger und ohne längere Vorwarnzeiten auf Extremwetter- und Starkregenereignisse und deren schlimme Folgen einstellen. Die starkregenbedingte Flutkatastrophe im Juli 2021 hat gezeigt, welche verheerenden Folgewirkungen mit einem derartigen Extremwetterereignis verbunden sein können.‘

Er benennt in seinem Positionspapier ‘mehr Frei- und Grünflächen und damit einhergehend das Entsiegeln von Flächen‘ als maßgebliche Faktoren für eine klimabewusste Entwicklung. Der ‘Wasserrückhalt an Flüssen‘, die ‘Reaktivierung von Auen, welche die wichtigsten natürlichen Rückhalteräume von Wasser sind,‘ werden vom Deutsche Städte- und Gemeindebund als ‘eine effektive Maßnahme‘ zum Schutz vor Hochwasser genannt.

Der DStGB schreibt außerdem: ‘Es ist daher zwingend erforderlich, dass beim Thema ‚Hochwasser und Starkregenvorsorge‘ ein Umdenken stattfindet, um Schäden zukünftig zu minimieren und den Schutz von Menschen und Sachwerten weiter zu verbessern.‘

  • Vor diesem Hintergrund mutet es geradezu als absurd an, dass der Stadtrat in Münstermaifeld in seiner vergangenen Sitzung alle fachlichen, sachlichen und rechtlichen Argumente, die seit mehr als 6 Jahren, auch von Fachleuten des BUND vorgetragen wurden, ignoriert oder weggewägt hat. Der Bebauungsplan geht damit in die Phase der frühzeitigen Beteiligung nach §3 Abs.1 BauGB und auch der Flächennutzungsplan soll durch die VG Maifeld nun geändert werden. Man folgt hier leider -wie so oft- lieber dem privatwirtschaftlichen Interesse eines Einzelnen gegen das Wohl der Allgemeinheit und gegen den Schutz von Grünland und Retentionsflächen.

WOZU sollte man eine Auenlandschaft wider besserem Wissen durch neue Erkenntnisse und Warnungen von Klimaforschern und unzähligen anderen Wissenschaftlern zerstören?

WARUM sollte man eine vorhandene, wertvolle Retentionsfläche die Unmengen an Wasser speichern kann und sowohl Sevenich als auch die tieferliegenden Regionen an der Mosel vor Hochwasser schützt, versiegeln?

WARUM noch immer so weiter machen wie bisher?

Unsere Lebensuhr steht auf kurz vor 12. Einzelinteressen und Profit zerstören unser aller Lebensgrundlage.

Bitte mach mit, 

BITTE UNTERZEICHNE DIESE PETITION

auch Kommentare auf der Petitionsseite sind sehr willkommen und können Deine persönliche Meinung zu diesem Thema zum Ausdruck bringen:

https://www.openpetition.de/petition/online/savesevenich-rettet-das-sevenicher-auenland-biotop

Wir sind auch auf Twitter https://twitter.com/BI_Auenschutz
und Instagram aktiv: https://www.instagram.com/bi_auenschutz/

#SaveSevenich - WIR SIND DIE NATUR - #SaveSevenich

Alle Tier- & Pflanzenfotos sind Originalaufnahmen aus Sevenich 
© Dipl.- Ing. Gavin Grosvenor, Pressesprecher BUND RLP.